Extremismustheorie

Das Referat für Antifaschismus und Antinationalismus lädt am Freitag, 15.10. ab 12:00 Uhr zu einer Vortrags- und Diskussionsrunde ein:

In der bürgerlichen Demokratie werden alle politischen Inhalte, die sich nicht konstruktiv an der Gesamtscheiße beteiligen wollen, zu abwegigen Abnormitäten deklariert. Gerade militante Aktionen im Rahmen von Protesten sind gern gesehene Rechtfertigungen dafür, sich mit deren Begründungen nicht mehr auseinandersetzen zu müssen – mit dem Verweis auf ihre Gewalttätigkeit hätten sie sich ja bereits selbst ins polit-moralische Abseits gestellt.
Der Staat hat ja gar nichts gegen die gewaltsame Durchsetzung politischer Inhalte – in Gestalt der Polizei stellt sie selbst 300.000 Prügelbeamt*innen in diesen Dienst -, ihm ist nur sehr dran gelegen, dass die Gewalt eben nur von ihm und nicht von anderen ausgeht. Unabhängig davon, wie man die einzelnen militanten Aktionen bewertet, ist es sehr billig, gegnerische politische Positionen mit dem Label „extremistisch“ in die Bedeutungs- und Folgenlosigkeit zu entlassen.

„Extremismus“ ist kein stichhaltiger politwissenschaftlicher Sammelbegriff für verschiedene politische Strömungen, sondern ein ideologischer Kampfbegriff des Verfassungsschutzes, um politische Gegner*innen dieses Systems von vornerein zu diskreditieren – dabei aber pseudo-wissenschaftlich geadelt.
Lasst euch nicht blenden, sondern denkt selbstständig über die politischen Inhalte nach, die euch präsentiert werden. Tausend gute Argumente gegen diesen Staat sind nicht damit widerlegt, dass der Verfassungsschutz die des Extremismus‘ verdächtigt. Ebenso verkehrt ist es, zu meinen, man hätte rechte Standpunkte schon delegitimiert, dass man sie als rechtsextrem bezeichnet.

Um über diesen Mist zu diskutieren – oder vielleicht auch darüber, wieso ihr die Extremismustheorie ganz vernünftig findet? -, laden wir euch ein.
Meldet euch für die Veranstaltung bitte unter antifa@asta.uni-bremen.de an.

Polizei – weder Freund noch Helfer

Das Referat für Antifaschismus und Antinationalismus lädt am Dienstag, 12.10. ab 12:00 Uhr zu einer Vortrags- und Diskussionsrunde ein:

Seit einiger Zeit stellen nicht nur Linke fest, dass es in der Polizei nur so vor Rassist:innen wimmelt. Auch Bürgerliche und sogar Teile der Polizei selbst geben nach zahlreichen Enthüllungen rechter und rechtsradikaler Strukturen zu, dass die deutsche Polizei vielleicht nicht gleich ein Rassismusproblem, aber jedenfalls einige „faule Äpfel“ in ihren Reihen hat.

Erstaunlich ist, dass trotzdem kaum eine:r darauf kommen will, dass 1000 bedenkliche Einzelfälle eben keine Einzelfälle sind, sondern ihre Ursachen in der Institution Polizei selbst haben müssen. Das ideologische Bild vom Polizisten als Freund und Helfer, die „unsere“ Gesellschaft gegen die Störer:innen verteidigt, wird von klein auf vermittelt, muss abgelegt werden, um Rassismus in der Polizei be- und angreifen zu können.

Bei Rassist:innen handelt es sich keineswegs um Einzelpersonen, die mit ihren ewiggestrigen Werten eigentlich nicht in die Institution Polizei hineinpassen, bei Polizeigewalt gegen POC, Obdachlose oder Demonstrant:innen nicht um menschliches Versagen der:des einzelnen Beamt:in.

Im Gegenteil: Die Polizei ist eine rassistische, nationalistische und sozialchauvinistische Institution, und das nicht nur durch ihre Beamt:innen faktisch, sondern ihrer Funktion und ihrem Zweck im Staat nach notwendigerweise. Verwunderlich ist das nicht, ist doch die Gesellschaft, die sie beschützen soll, selbst rassistisch, nationalistisch und sozialchauvinistisch. Jede:r Polizist:in unterstützt dies jeden Tag, im Zweifel selbst unter Gefährdung der eigenen körperlichen Unversehrtheit. Eine:n antirassistische:n Polizist:in wird es schon dem Grundsatz nach nie geben, mögen einige sich auch den Irrtum leisten, sich dafür zu halten. 

Diese grundlegenden Überlegungen zur Polizei wollen wir im Rahmen eines Online-Vortrags mit anschließender Diskussion mit euch besprechen.

Die Veranstaltung wird online über Jitsi stattfinden. Den Veranstaltungslink findet ihr zu gegebener Zeit auf der AStA-Homepage.

Gemeinsames Mülltrennen: Flaggen gehören in den Restmüll!

Fahnen werden im Restmüll entsorgt

Mülltrennung ist wichtiger als Deutschland!

Im Namen des Volkssports feiert Deutschland seinen #Nationalismus plakativer als sonst. Nicht, dass der Stolz auf und die selbstverständliche Parteilichkeit für die Nation nicht zur deutschen Alltagsscheiße gehören würden – bei Sportevents fallen aber noch die letzten Hemmungen, das auch ganz symbolhaft überall in den Straßen kenntlich zu machen und Seite an Seite mit dem Chef in den gemeinschaftsduseligen Rausch „Deutschland vor“ zu verfallen.

In den kommenden Wochen ist also vermehrt mit schwarz-rot-goldener Verunstaltung der Stadtbildes zu rechnen. Dass es sich dabei nicht um harmlosen Partyschmuck handelt, wird nicht zuletzt an der diebischen Freude vieler deutlich, „endlich“ eine Gelegenheit zu bekommen, die deutsche Flagge ganz ohne moralischen Zeigefinger abzufeiern.

Zugegeben, Nachhaltigkeit ist sonst nicht der Schwerpunkt unserer politischen Arbeit. An dieser Stelle liegt es uns aber am Herzen, euch nochmal dran zu erinnern, Müll ordnungsgemäß zu entsorgen 🙂

Vortrag 09.06., 18 Uhr: Die Polizei – Weder Freund noch Helfer

Seit einiger Zeit stellen nicht nur Linke fest, dass es in der Polizei nur so vor Rassist:innen wimmelt. Auch Bürgerliche und sogar Teile der Polizei selbst geben nach zahlreichen Enthüllungen rechter und rechtsradikaler Strukturen zu, dass die deutsche Polizei vielleicht nicht gleich ein Rassismusproblem, aber jedenfalls einige „faule Äpfel“ in ihren Reihen hat. 

Erstaunlich ist, dass trotzdem kaum eine:r darauf kommen will, dass 1000 bedenkliche Einzelfälle eben keine Einzelfälle sind, sondern ihre Ursachen in der Institution Polizei selbst haben müssen. Das ideologische Bild vom Polizisten als Freund und Helfer, die „unsere“ Gesellschaft gegen die Störer:innen verteidigt, wird von klein auf vermittelt, muss abgelegt werden, um Rassismus in der Polizei be- und angreifen zu können.

Bei Rassist:innen handelt es sich keineswegs um Einzelpersonen, die mit ihren ewiggestrigen Werten eigentlich nicht in die Institution Polizei hineinpassen, bei Polizeigewalt gegen POC, Obdachlose oder Demonstrant:innen nicht um menschliches Versagen der:des einzelnen Beamt:in. 

Im Gegenteil: Die Polizei ist eine rassistische, nationalistische und sozialchauvinistische Institution, und das nicht nur durch ihre Beamt:innen faktisch, sondern ihrer Funktion und ihrem Zweck im Staat nach notwendigerweise. Verwunderlich ist das nicht, ist doch die Gesellschaft, die sie beschützen soll, selbst rassistisch, nationalistisch und sozialchauvinistisch. Jede:r Polizist:in unterstützt dies jeden Tag, im Zweifel selbst unter Gefährdung der eigenen körperlichen Unversehrtheit. Eine:n antirassistische:n Polizist:in wird es schon dem Grundsatz nach nie geben, mögen einige sich auch den Irrtum leisten, sich dafür zu halten. 

Diese grundlegenden Überlegungen zur Polizei wollen wir im Rahmen eines Online-Vortrags mit anschließender Diskussion mit euch besprechen. Den Link zum Besprechungsraum findet ihr ab dem 07.06.2021 auf unseren Kanälen.
Wer Interesse an der Veranstaltung hat, kann sich vorher auch bei antifa@asta.uni-bremen.de melden und bekommt dann einen Einladungslink.
Die Veranstaltung wird online über Jitsi stattfinden.

Vortrag 02.06., 18 Uhr: Warum die Lohnfrage mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat

Dass ein Informatiker besser bezahlt wird als die Busfahrerin, die ihn zu seinem Arbeitsplatz fährt, gilt als selbstverständlich – immerhin hat er ja ein langes Studium hinter sich, leistet viel mehr und überhaupt hängt von ihm viel mehr ab. Aber könnte der Informatiker wirklich ohne weiteres den Job der Busfahrerin übernehmen? Sind die 50 Codezeilen, die der Informatiker am Tag schreibt, wirklich einfach mehr als die Strecke, die die Busfahrerin zurücklegt? Wie viele Kilometer muss die Busfahrerin denn fahren, um auf ein Äquivalent für 50 Zeilen Code zu kommen?

Nur ein schlechtes Beispiel?

Wir halten die ganze Suche nach einem angemessenen Kriterium, nach dem sich objektiv entscheiden müsste, dass die Bankster aus Frankfurt viel zu viel, man selbst eigentlich viel mehr und der Kollege, der immer zu spät kommt, auf jeden Fall weniger verdient hätte, für verkehrt und wollen das mit euch diskutieren.

Wer Interesse an der Veranstaltung hat, kann sich bei kriwi@asta.uni-bremen.de melden und bekommt dann einen Einladungslink.
Die Veranstaltung wird online über Jitsi stattfinden.